Raubrittertum und Wegelagerei

30 Jan

Raubrittertum und Wegelagerei! – So empfinde ich als Passauer Bürgerin den Umgang mit uns Anwohnern in der Innenstadt

Die Tatsache an sich, dass das Baustellen- und Park-Fiasko in der Innenstadt nicht nur jedem Ortsansässigen, der Besorgungen mit dem Auto zu machen hat, den letzten Nerv raubt, wird gnadenlos ausgenutzt, indem rigoros Parkverwarnungen erteilt werden.
Die Parkplatzknappheit für Anwohner gestaltet sich schon prekär genug. Doch der Umstand, dass Innenstadt-Bewohner gelegentlich ihr Auto, im günstigsten Fall vor der Haustüre, be- oder entladen müssen/können, wird in bodenloser Hinterhältigkeit ausgenutzt. Das Ganze grenzt an Wegelagerei und Raubrittertum!

In den vielen Jahren seit ich in der Innenstadt wohne, ist es schon mehrmals vorgekommen, dass Verwarnungen an der Windschutzscheibe waren, trotzdem der giftgrüne!!! Parkausweis sichtbar am Armaturenbrett meines Autos angebracht war. – Hier drückte man, auf meinen berechtigten Einwand hin, gnädigerweise ein Auge zu und erließ mir die „Schuld“!

Parkausweis

Böse kann es hergehen, wenn man im eingeschränkten Halteverbot parkt, um sein Auto auszuladen, einen Fußweg von ca. 200 Metern zur Haustüre vor sich hat, um die Einkäufe in den 2. Stock zur Wohnung zu schaffen. Auch hier kennt man kein Erbarmen und spickt den Scheibenwischer mit einer Verwarnung, selbst wenn die Parkzeit nur eine halbe Minute überschritten ist!

An Heimtücke grenzt allerdings der Umstand, dass das Schild mit der Anwohner-Parkberechtigung heimlich, still und leise entfernt wird und die Autoscheiben umgehend mit Verwarnungen gepflastert werden! Ohne VORwarnung, stattdessen mit einer VERwarnung wird man darauf hingewiesen, dass man hier gefälligst nicht mehr zu parken hat! Basta!
Im November 2013 erklärte man einen Teil der Grünaustraße mit einem provisorischen Schild als zusätzliche Anwohnerparkzone.
Nun ist es so, dass ich – und wahrscheinlich auch andere Anwohner – nicht mehrmals täglich prüfe, ob sich die Schilder für die Kennzeichnung der Anwohnerparkplätze noch an Ort und Stelle befinden. So auch an diesem Tag. Frühmorgens ging ich zur Arbeit und war glücklich, einen Parkplatz vor dem Haus ergattert zu haben. Die böse Überraschung ereilte mich, als ich nachmittags von der Arbeit kam und die garstige Verwarnung entdeckte. Ein Anruf und eine E-Mail an die Parküberwachung brachten natürlich nichts.

Passau hofiert die Touristen, hätschelt seine Studenten und schikaniert und beutet seine Bürger, speziell die Anwohner in der Innenstadt, aus!
Vielleicht mitunter ein Grund dafür, dass zwar ein enormer Zuwachs an Studenten zu verzeichnen ist, allerdings die Einwohnerzahlen seit Jahren rückläufig sind!

Passau: Ein Highlight für Touristen! Ein Paradies für Studenten! – Eine bodenlose Schikane für Anwohner!!!

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