Passau: Land unter!

3 Jun

Montag, 03.06.2013, 8.30 Uhr

 

Ne rien va plus! – Passau im Ausnahmezustand! Höchster Pegelstand seit Beginn der Aufzeichnungen!

 

Die Restaurants, Geschäfte und Parkhäuser an der Oberen Donaulände stehen bereits völlig unter Wasser.

 

Bundeswehr, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk und Polizei sind pausenlos im Einsatz. Einwohner der bereits überfluteten Altstadt wurden evakuiert, Straßen abgesperrt, der Verkehr umgeleitet, Sandsäcke aufgeschichtet …
Die Altstadt ist ohne Strom; weitere Teile der Stadt sind seit heute Mittag ohne Trinkwasser.

 

Nach Prognosen von Fachleuten ist ein Höchststand von 12,70 Metern möglich, der nicht nur das Rekord-Hochwasser von 1954, mit 12,20 m, übertreffen würde, sondern der höchste Stand insgesamt seit Beginn der Messungen wäre. Das Hochwasser vom 15. August 1501 erreichte einen Stand von 12,22 Metern. Dieser Pegelstand wurde bereits heute Mittag mit 12,55 m übertroffen.  Zum Vergleich: das Jahrhundert-Hochwasser von 2002 hatte einen Höchststand von 10,81 m.

 

Auch die Agentur für Arbeit hat bereits nasse Füße bekommen!

 

 

Montag, 03.06.2013, 16.30 Uhr

Bereits den ganzen Tag regnet es unaufhörlich. Inzwischen ist das Wasser bis zum Eingang der Fußgängerzone angestiegen. Fußgänger und Helfer stehen bis zum Bauch im Wasser. Die Gassen werden mit Booten befahren.

 

Auch Gebäude, die das Hochwasser sonst selten erreicht, stehen unter Wasser. Hier führt die Bahnhofstraße in die Obere Donaulände.

 

Teilüberschwemmung der Bahnhofstraße (links: Bahnhofsgebäude).

 

Geschäfte sind geschlossen, Türen mit Sandsäcken verbarrikadiert!

 

Montag, 03.06.2013, 17.00 Uhr

Pegelhöchststände:

– heute, 14.00 Uhr 12,66 m

– heute, 17.00 Uhr 12,80 m

 

Vielleicht kann man hier schon von einem Jahrtausend-Hochwasser sprechen!

 

Weitere Fotos in DIE WELT:

 http://www.welt.de/vermischtes/article116751245/Sandsaecke-sollen-Autobahn-Richtung-Berlin-schuetzen.html

 

1 Kommentar to “Passau: Land unter!”

  1. Doris 3. Juni 2013 at 17:18 #

    Oh mein Gott – wie schrecklich! Mein Mitgefühl gilt den Betroffenen; möge dieser furchtbare Dauerregen endlich aufhören!

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